Ratgeber
Kurz & nützlich: Wissen rund um Pflege und Sorgearbeit
Unbezahlte Sorgearbeit im Lebenslauf eintragen
Wer Kinder großzieht, Angehörige pflegt oder Menschen in Krisen begleitet, übernimmt große Verantwortung. Unbezahlte Sorgearbeit bedeutet, viel zu organisieren, zu koordinieren und täglich wichtige Entscheidungen zu treffen. Mit Unpaid Care Work kannst du diese wichtigen Erfahrungen und die daraus gewonnenen Kompetenzen sichtbar machen: als Berufserfahrung oder Ausbildung bei LinkedIn, mit denselben Formulierungen auch im Lebenslauf und bei Xing. Gleichzeitig bringt der Eintrag auch Arbeitgebenden einen echten Nutzen: Sie erkennen auf einen Blick eine Phase mit klar benennbaren Fähigkeiten, die in der Berufswelt gefragt sind.
Hier findest du eine klare Anleitung mit konkreten Beispielen »
Sozialpsychiatrischer Dienst: Hilfe bei psychischen Krisen für Betroffene und Angehörige
Psychische Erkrankungen, Suchterkrankungen und akute Krisen belasten nicht nur die Betroffenen selbst, auch Angehörige stoßen oft an ihre Grenzen. Der Sozialpsychiatrische Dienst (SpDi) bietet kostenfreie Beratung und Begleitung: persönlich, telefonisch und auf Wunsch auch als Hausbesuch. Die Dienste sind regional organisiert, einfach über Suchmaschinen „Sozialpsychiatrischer Dienst" + Ort oder Region eingeben.
Deutschland: Weiterlesen auf gesund.bund.de »
Österreich: Weiterlesen auf gesundheit.gv.at »
Schweiz: Die Versorgung ist kantonal geregelt. Gib „Sozialpsychiatrischer Dienst" + Kanton in Suchmaschinen ein.
Euro-WC-Schlüssel: Barrierefreie Toiletten europaweit nutzen
Für pflegende Angehörige und Menschen mit Behinderung kann die Suche nach einer passenden Toilette unterwegs zur Herausforderung werden. Mit dem Euro-WC-Schlüssel lassen sich die meisten barrierefreien Toiletten in Fußgängerzonen, Bahnhöfen, Museen oder Raststätten in vielen europäischen Ländern öffnen. Der Schlüssel wird ausschließlich an Menschen verkauft, die nachweislich auf barrierefreie Toiletten angewiesen sind.
SOS-Notfalldose: wichtige Daten für Helfende sofort griffbereit
In einer Notsituation zählt jede Minute. Viele Menschen können dann wichtige Angaben zu ihrer Gesundheit nicht mehr selbst machen. Die Notfalldose schafft Abhilfe: Sie steht gut sichtbar in der Kühlschranktür – einem Ort, den Rettungskräfte kennen. Darin liegen alle wichtigen Informationen. Aufkleber an Wohnungstür und Kühlschrank zeigen sofort, dass eine Notfalldose vorhanden ist. Erhältlich in vielen Apotheken in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Medikamenten-Check in der Apotheke
Wer regelmäßig mehrere Medikamente einnimmt, kann in Apotheken prüfen lassen, ob es Neben- oder Wechselwirkungen gibt. In Deutschland ist der Check ab fünf dauerhaft eingenommenen Arzneien möglich, die Krankenkassen übernehmen die Kosten. In Österreich unterstützt die e-Medikation die Beratung.
Deutschland: Weiterlesen auf Verbraucherzentrale.de »
Österreich: Weiterlesen auf Gesundheit.gv.at »
Schweiz: Erkundige dich in deiner Apotheke nach diesem Service und möglichen Kosten.