Rundbrief zum 1. Mai – Tag der Arbeit
01.05.2024, Katrin Fuchs.
Liebe Kolleginnen und Kollegen
Am 1. Mai 1886 versammelten sich die Arbeiter auf dem Haymarket in Chicago, um für die Einführung des 8-Stundentags zu demonstrieren. Es kam zu Ausschreitungen, doch am Ende konnten die Arbeiter ihre Forderungen für bessere Arbeitsbedingungen durchsetzen. So wurde 1889 beschlossen, den 1. Mai zum Internationalen Tag der Arbeit zu erklären. Seither ist er ein Tag des Gedenkens und der Solidarität für Arbeiterinnen und Arbeiter.
Fast 138 Jahre später gründen wir in Deutschland ein neues Unternehmen: Unpaid Care Work. Denn ...
Sorgearbeit ist Arbeit – Arbeit, ohne die unsere Wirtschaft zusammenbrechen würde.
In Deutschland verbringen wir 60,6 Mrd. Stunden mit bezahlter Erwerbsarbeit.
Eine aktuelle Prognos-Studie belegt, dass wir 117 Mrd. Stunden unbezahlte Sorgearbeit leisten, davon entfallen 72 Mrd. Stunden auf Frauen.
Wir erbringen den größeren Anteil an Zeit für Tätigkeiten, die nicht bezahlt werden.
Wollen wir das ändern?
Nein.
Was wollen wir dann?
Wir wollen Sichtbarkeit und Anerkennung sowie das Bewusstsein, dass Care-Arbeit uns alle angeht und wir sie deshalb auch gemeinsam tragen sollen.
Oder – um es wie Teresa Bücker auszudrücken:
„Anerkennung und das Gefühl, gemeinsam etwas zu schaffen, wurden nicht in der Berufswelt erfunden, wir haben diese Dinge nur zu sehr dorthin verschoben. Niemand sollte uns davon abhalten, andere Lebensbereiche bewusster zu gestalten und traumhafte Care-Strukturen zu schaffen und mit anderen Menschen in Freizeit oder Ehrenamt Dinge zu erleben, die uns glücklich machen, weil wir spüren, dass wir etwas können und für andere wichtig sind.“
Wir haben eine Vision und danken euch daher, dass ihr Teil dieser Bewegung seid und eure Arbeit sichtbar macht.
Wir hoffen, dass wir bald das schnellst wachsende Unternehmen in Deutschland sein werden und unsere Vision auch über LinkedIn hinaus wirksam wird.
Habt einen wunderbaren Feiertag – egal, was ihr heute arbeitet.
In tiefer Verbundenheit,
Katrin Fuchs & Franziska Büschelberger
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